Die Jahre 1993 – 2001

Im Jahre 1993 erlangte der Bläserchor die Gemeinnützigkeit und wurde dann 1994 ins Vereinsregister eingetragen.

Wie alle Jahre wurde auch 1993 der Himmelfahrtsgottesdienst, mit anschließendem Frühschoppen, musikalisch begleitet. Erstmals war auch der Innenhof des Schlosses zu besichtigen, nachdem er für viele Jahre, den Blicken der Besucher verwehrt war.

Vom 10. – 12. Juli 1993 wurde der Einladung zum 100-jährigen Bestehen unsere Musikfreunde aus Maria Thann gefolgt. Der dreitägige Ausflug war trotz Dauerregen ein voller Erfolg. Die Organisation und Durchführung des Festes beeindruckte uns Franken sehr.

In der Generalversammlung am 27. Januar 1994 wurde Willi Fritz für 35 Jahre aktive Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied ernannt, davon 29 Jahre als Schriftführer. Der erste Vorstand bedauerte, dass momentan im Dorf sehr wenig Interesse am Bläserchor bestehe. Erfreulich konnte er in diesem Zusammenhang berichten, dass Friedrich Rückert wieder in die aktiven Reihen zurückgekehrt ist.

Pfarrer Rabenstein überbrachte die Grüße der Kirchengemeinde und dankte in seinem Grußwort für die gute Zusammenarbeit mit dem Bläserchor. Er wies auch darauf hin, daß von diesem Verein das ganze Dorf einen Nutzen hat. Ohne Bläserchor würde ein wichtiger kultureller Beitrag fehlen. Er wünschte weiterhin gute Zusammenarbeit und überbrachte zum Schluss seiner Rede viele Grüße aus Primavera in Brasilien.

In  den Jahren 1994 bis 1996 wurden, neben dem Bau der Musikhalle, die gewohnten Auftritte gemeistert. Besonders zu erwähnen ist die siebentägige Mallorcareise einer Gruppe des Bläserchores, die Pfarrer Rabenstein im November 1993 organisierte. Wir besuchten dabei seine Tochter Lydia Rabenstein, die damals auf der Baleareninsel als Pfarrerin tätig war.

Im Jahre 1994 besuchten wir zum ersten Mal den Faschingsumzug in Emskirchen. Er wurde seitdem zum festen Bestandteil unseres Terminkalenders, bei dem alljährlich die Frage der Verkleidung diskutiert wird. Man konnte uns dort schon als Hausfrauen, Scheichs, Punker und Panzerknacker bewundern. Außerdem besuchten wir in diesen Jahren viele Festumzüge, unter anderem bei den Musikfesten in Markt Erlbach, Großharbach, Obernzenn und Krautostheim. 1995 verabschiedeten wir, zusammen mit den Feuerwehren des Landkreises, auf dem Festplatz in Neustadt/Aisch den Landrat Robert Pfeifer.

Im Jahre 1996 waren wir auch außermusikalisch tätig. In einem Fußballspiel zu Gunsten des Kindergartens der Großgemeinde, gegen die „Alten Herren“ des SVV Weigenheim, zogen wir uns achtbar mit einem 1:1 aus der Affäre, obwohl vorher schon auf die zweistellige Höhe des Sieges der AH Wetten abgeschlossen wurden.

Nachdem „Radio 8“ im Jahr 1996 bereits eine Dokumentation über unsere neue Musikhalle gebracht hatte, konnten wir durch Betreiben von Bürgermeister Walter Schneider am Sonntag, den 07. September 1997, den Bayerischen Rundfunk mit seiner Sendung „Grüße aus Weigenheim“ in Reusch willkommen heißen.

Anlässlich des 70. Geburtstages des Bläserchores am 10. Juli 1997 wurde als Erinnerung der Tonfilm vom Musikfest 1977 gezeigt. Ebenso wurde 1997 das Bundesbezirksmusikfest unserer Patenkapelle in Ulsenheim besucht. Legendär wurde der Auftritt am 03. November 1997 zum 100-jährigen Bestehen des Hofbräuhauses in München. Nach schwieriger Anreise durch Stau und Nebel konnten wir durch Standkonzerte in der Schwemme bzw. im Innenhof des Hofbräuhauses das Publikum begeistern. Als Höhepunkt brachten wir, kurz vor der Abreise, dem berühmten Modedesigner Rudolf Mooshammer und seiner Daisy mit einem „Schemm´s Potpourri“ in seiner Boutique ein unvergessenes Ständchen.

Mit Hilfe der guten Beziehungen unseres Vereinsfreundes Jürgen Stahl konnten wir erstmals 1998 zwei Tage auf der Erlanger Bergkirchweih spielen. Durch unser Blasmusikrepertoire kamen wir besonders gut an.

Im Jahre 1998 übernahm der Bläserchor von der Gemeinde die Gefriertruhenanlage. Unser bewährtes und aufopferungsvolles „Bauteam“ installierte zwei neue Kühlräume und einen dringend benötigten Lagerraum.

Da schon längere Zeit feststand, unser 75-jähriges im großen Rahmen zu feiern, wurden in den letzten Jahren verstärkt Musikfeste besucht. So waren wir unter anderem in Wildenholz, Münster ( bei Creglingen ), Geslau, Heilsbronn, Ippesheim ( Kommersabend ), Gülchsheim und Ipsheim.

Am 18. Januar 2000 konnte der erste Vorstand bekannt geben: „Heute wurde unserem Antrag auf ein Bundesbezirksmusikfest vom Nordbayerischen Musikbund stattgegeben. Dieses Fest wirft somit nicht nur seine Schatten voraus, sondern wir müssen uns jetzt alle einsetzen und mithelfen, dass dieses Jubelfest als 75. Geburtstag im Jahre 2002 gekrönt werden wird.“

Zur großen Freude des Bläserchores konnte für das Jubiläum frühzeitig Bürgermeister Walter Schneider als Schirmherr gewonnen werden. Zu dieser Zeit war noch nicht absehbar, dass er am 17. März 2002 Landrat des Landkreis Neustadt a.d. Aisch/Bad Windsheim werden würde, was der Bläserchor dazu nutzte, ihm und seiner Familie, an diesem Tage ein Glückwunschständchen zu bringen. 

 

 

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